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Ökumenische Partnerschaften

ÖKUMENE WIRD IM KIRCHENKREIS KOBLENZ GROSS GESCHRIEBEN.

Doch was meint „Ökumene“?

Das Wort stammt aus dem Griechischen und bezeichnet ursprünglich in der Antike „die ganze (damals bekannte) bewohnte Welt“. Die frühe Christenheit sieht sich mit den Aposteln in die Ökumene, d.h. die gesamte Welt, gesandt, um das Evangelium zu verkünden.

Im heutigen Sprachgebrauch haben sich daraus zwei Bedeutungsschwerpunkte herausgebildet. „Ökumene“ steht für:

Unter dem Stichwort „Ökumene“ finden sich Christinnen und Christen schließlich auch wieder in ihrem Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

I. Ökumene weltweit

Der Kirchenkreis Koblenz ist Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi. Die geschwisterliche Verbundenheit mit Christinnen und Christen anderer Kirchen und Gemeinden kommt in vielfältigen Partnerschaften zum Ausdruck.

1. Philippinen

Der Kirchenkreis Koblenz unterhält seid 1985 eine Partnerschaft mit dem Evangelischen Kirchenkreis Agusan der United Church of Christ in the Philippines (UCCP) auf Mindanao (Philippinen). Sie entstand aus persönlichen Kontakten einer Pfarrersfamilie, die ihre Erfahrungen aus einem längeren Auslandsaufenthalt in die Gemeindearbeit einbrachte und dort nachhaltig das Bewusstsein für die weltweite Gemeinschaft und Verantwortung der Christen füreinander weckte.

Die Partnerschaft ist vertraglich geregelt. Sie verpflichtet beide Partner unter anderem zu regelmäßiger Korrespondenz, einem jährlichen Partnerschaftsgottesdienst und gegenseitigen Besuchen. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass ökumenische Partnerschaft nicht in das Belieben der jeweils tätigen Verantwortlichen fällt, sondern eine dauerhafte Aufgabe ist.

 Im Sommer 2007 hat erstmals ein Workcamp mit Jugendlichen aus dem Kirchenkreis Koblenz im Partnerkirchenkreis Agusan stattgefunden.

2. Afrika, Asien

Einige Gemeinden des Kirchenkreises unterstützen schwerpunktmäßig kirchliche Projekte in Afrika und Asien:

3. Europa

Auch auf europäischer Ebene pflegen etliche Kirchengemeinden partnerschaftliche Kontakte und verlässliche Unterstützung von Projekten:

4. Deutschland

Aus den Partnerschaften mit Gemeinden der ehemaligen DDR sind dauerhafte freundschaftliche Beziehungen gewachsen, die auch viele Jahre nach der Vereinigung Deutschlands weiter gepflegt werden. Der Kirchenkreis Koblenz unterstützt den Kirchenkreis Lübben / Niederlausitz (vormals Lübben und Luckau) vor allem beim Aufbau der evangelischen Grundschule in Lübben. Durch Korrespondenz und gegenseitige Besuche bleiben auch die besonderen Beziehungen einzelner Gemeinden der beiden Kirchenkreise lebendig.

Kontakt
Gemeindedienst für Mission und Ökumene

Pfarrer Joachim Dührkoop
Hermannstr. 30
56564 Neuwied
Telefon 02631 – 987036
E-Mail

Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd
Pfarrerin Margit Büttner
Mainzer Str. 81
56075 Koblenz
Telefon 0261 – 9116164
E-Mail

Ausschuss für ökumenische Partnerschaften
Pfarrer i.R. Klaus Schneidewind
E-Mail

II. Ökumene der Konfessionen

Unter Ökumene werden auch die Beziehungen der christlichen Konfessionen untereinander verstanden. Die auf das Ende des II. Vatikanischen Konzils folgenden 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zeichneten sich durch eine große ökumenische Offenheit auf allen Ebenen der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland aus. Ängste und Vorurteile wurden abgebaut, Vertrauen wuchs, gemeinsames Beten und Tun wurde vielerorts selbstverständlich. Wenngleich diese Blütezeit der Ökumene zu Ende ist, ist der ökumenische Geist doch in vielen Gemeinden noch lebendig und wird, auch unter erschwerten Bedingungen, gepflegt.

1. Kirche in der Diaspora

Der Evangelische Kirchenkreis Koblenz ist ein Kirchenkreis in der Diaspora. Den 25 evangelischen Kirchengemeinden stehen ca. 240 katholische Pfarreien in 9 Dekanaten des Bistums Trier gegenüber.

Die meisten Gemeinden berichten von guter Zusammenarbeit mit den katholischen Nachbargemeinden. Fast überall sind ökumenische Gottesdienste und Feste zu einer guten Gewohnheit geworden, die jährliche ökumenische Bibelwoche wird vielerorts durchgeführt, oft werden soziale Projekte gemeinsam unterstützt.

Fest eingebunden in die ökumenische Zusammenarbeit ist auch die Gemeinde der Alt-Katholiken.

2. Partnerschaftsvereinbarungen

Einige Kirchengemeinden arbeiten an einer Partnerschaftsvereinbarung mit ihrer katholischen Nachbargemeinde als Zeichen der langjährigen gewachsenen und lebendigen Ökumene und als Selbstverpflichtung für die Zukunft ihrer Gemeinden.

Der erste Partnerschaftsvertrag ist am 28. November 2004 zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Remagen-Sinzig und den Pfarreien St. Peter und Paul sowie Johannes Nepomuk geschlossen worden. Weitere Partnerschaftsvereinbarungen bestehen zwischen der Ev. Kirchengemeinde Koblenz-Mitte und der Pfarrei St. Josef (23.1.2005) sowie zwischen der Ev. Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf und der Pfarrei St. Peter und Paul Pfaffendorf (10.9.2005).

3. Treffpunkt Ökumene

Das Referat für Erwachsenenbildung bietet monatlich einen „Treffpunkt Ökumene“ zu Themen aus Theologie und Gesellschaft an. Informationen dazu finden Sie im Veranstaltungskalender dieser Homepage.

Kontakt
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd
Pfarrerin Margit Büttner
Mainzer Str. 81
56075 Koblenz
Telefon 0261 – 9116164
E-Mail

III. Ökumene und konziliarer Prozess

In den 1980er Jahren entstand die globale Bewegung von Christinnen und Christen, die sich, motiviert durch ihr vom Evangelium geprägtes Verständnis von Weltverantwortung, für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung engagieren. Sie wird auch „Konziliarer Prozess“ genannt.

Diese Bewegung sprengt im Hinblick auf ihre Ziele auch religiöse und konfessionelle Grenzen und geht Bündnisse mit Menschen jeglichen Motivationshintergrundes ein.

Auf dem Hintergrund des „Konziliaren Prozesses“ stehen auch verschiedene Aktivitäten innerhalb des Kirchenkreises Koblenz:

1. Dekade zur Überwindung von Gewalt

In Anlehnung an das Programm des Ökumenischen Rates der Kirchen zur Überwindung von Gewalt werden unter anderem friedenspädagogische Ansätze in der Jugend- und Konfirmandenarbeit entwickelt. Ziel ist das Erkennen, Aufdecken und Überwinden von (oft versteckten) Gewaltstrukturen in allen Bereichen des Lebens.

Kontakt
Gemeindedienst für Mission und Ökumene

Pfarrer Joachim Dührkoop
Hermannstr. 30
56564 Neuwied
Telefon 02631 – 987036
E-Mail

2. erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung

"erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung", hervorgegangen aus der Kampagne "Erlaßjahr 2000", ist ein breites gesellschaftliches Bündnis. Zu den über 1000 Mitträgerorganisationen gehören Landeskirchen, Diözesen, entwicklungspolitische Organisationen, Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und Weltläden. erlassjahr.de ist eingebunden in ein weltweites Netzwerk von über 50 ähnlichen Kampagnen und Bündnissen.
Sie alle wollen es nicht hinnehmen, dass untragbar hohe Schulden in vielen Ländern des Südens wichtige Investitionen in Gesundheit, Bildung und Infrastruktur unmöglich machen. Deshalb fordert erlassjahr.de einen weitreichenden Schuldenerlass für die armen Länder der Erde.
Dabei steht die Ungerechtigkeit der bestehenden Verfahren zur Behandlung von Überschuldungssituationen im Zentrum der Arbeit. Dass es alleine die Gläubiger sind, die über die Möglichkeit von Erlassen, über deren Bedingungen, Kriterien und Umsetzungsformen entscheiden, spricht jedem Gedanken von Rechtstaatlichkeit Hohn.
Das zentrale Ziel von erlassjahr.de ist darum die Umsetzung eines fairen und transparenten Schiedsverfahrens, durch das ein Interessenausgleich zwischen Gläubigern und Schuldnern erreicht wird, mit dem beide Seiten leben können.
Seit 1989 besteht die Aktionsgruppe im Kirchenkreis Koblenz "Von Birmingham bis Köln".

Kontakt
Annegret Klasen
Am Wallgraben 18
56751 Polch
Telefon 02654 - 1098
E-Mail

www.erlassjahr.de

3. Versöhnungsarbeit mit Serbien

Zwei Jahre nach dem Kosovo-Krieg starteten Region, Stadt und Ev. Kirchenkreis Koblenz 2001 das Projekt „Versöhnungsarbeit mit Serbien“, um Kriegsopfern und -Flüchtlingen zu einer neuen Lebensperspektive zu verhelfen. Inzwischen sind es eine Handvoll evangelischer und katholischer Christen, die das Projekt weiterfördern und vor allem die christliche Hilfsorganisation vor Ort, „Bread of Life“, die überaus erfolgreich und wirksam tätig ist, unterstützen.

Kontakt
Pfarrer Dr. Rainer Möller (Winningen / Münster)
E-Mail


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